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Höhr-Grenzhausen schwingt das Tanzbein |
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Geschrieben von Silja Potthast
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20.04.2006 |
Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“ eröffnet eine Tanzschule.
Im Mai des vergangenen Jahres fand ein Videoprojekt für Jugendliche im Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“ statt. Im dabei entstandenen Film wurde nicht nur viel geschauspielert, sondern auch getanzt. Bei einigen der jungen Teilnehmer im Alter von 14 – 27 Jahren verstärkte sich der ohnehin schon präsente Wunsch danach, das tänzerische Können im Bereich des Streetdance noch zu vertiefen. Nur gab es keine Trainingsmöglichkeiten – die vorhandenen Räume im Jugendhaus sind auf Dauer einfach zu klein und werden permanent für andere Aktionen benötigt. Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der „Zweiten Heimat“ nahmen die Sache schließlich gemeinsam mit den Jugendlichen in die Hand. Schnell zeigte sich, dass die Idee noch viel mehr beinhaltet, als nur die Möglichkeit eines Tanzraumes. Den jungen Menschen geht es vor allen Dingen auch darum zeigen zu können, dass sie sich für sich selber – aber auch für andere engagieren. Denn in der Tanzschule soll es Angebote für jedermann geben: Jung und Alt, Groß und Klein – alle sollen sich hier gut aufgehoben fühlen. Ein attraktives Tanzangebot unter der Leitung professioneller Tanzlehrer wurde zusammengestellt.Finanzielle Unterstützung leistete das Förderprogramm LOS, das lokale Kapital für soziale Zwecke.
Das Freizeitangebot der Stadt Höhr – Grenzhausen hat sich mit der Eröffnung dieser Einrichtung somit um ein Vielfaches erhöht.
Während der Planung, Renovierung und Einrichtung haben besonders die jugendlichen Teilnehmer – alle mit familiärem Migrationshintergrund – einiges dazugelernt. Nicht ausschließlich im handwerklichen Bereich, wenngleich alles in den nunmehr doch äußerst professionell gestalteten Räumlichkeiten von den Jugendlichen selber geschaffen wurde. Sie haben vielmehr hiermit die Möglichkeit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen:Alleine schon die Idee zeigt, dass sie fähig sind, mit etwas Unterstützung, ihre Lage selber zu verbessern und ihre Potentiale weiterzuentwickeln. Besonders aber machen sie hier deutlich, dass sie fähig sind, Verantwortung zu tragen. Bei den derzeit anlaufenden Kursen sind sie oftmals vor Ort, um im gemütlichen Bistroraum Getränke zu verkaufen. Nach den Kursen reinigen sie selbstständig den Tanzraum.Sie möchten Gehör finden, und haben einen interessanten und konstruktiven Weg hierfür von hohem gesellschaftlichem Nutzen eingeschlagen. Sie zeigen, dass ins besondere diejenigen jungen Menschen, von denen es vielleicht am wenigsten erwartet wird, befähigt zu sinnvollem Engagement sind.
Schon die Eröffnungsfeier bewies sich als voller Erfolg. Man kann also nur noch gespannt sein, wie es hier weitergehen wird – und gerne natürlich auch einmal selber vorbeischauen….
Weitere Infos unter www.up2move.de
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